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Bayer investiert in US-Pharmafabrik
Das Werk soll 600 Arbeitsplätze schaffen und Medikamente gegen chronische Nierenerkrankungen, Prostatakrebs sowie ein in der Entwicklung befindliches Präparat zur Schlaganfallvorbeugung herstellen.
Von Stefan Riedmüller, Redaktion Firmenzone: Zahlen, Strategie, Standorte, Register

Das Werk soll rund 600 Arbeitsplätze schaffen und Medikamente gegen chronische Nierenerkrankungen, Prostatakrebs sowie ein in der Entwicklung befindliches Präparat zur Schlaganfallvorbeugung herstellen.
Schwerpunkt verschiebt sich in die USA
Die Investition setzt eine Entwicklung fort, die sich in den Zahlen ablesen lässt. Sebastian Guth, bei Bayer für das operative Geschäft der Pharmasparte zuständig, sagte, das Unternehmen habe die Devise ausgegeben, das Geschäft in den Vereinigten Staaten bis Ende des Jahrzehnts noch einmal zu verdoppeln.
Die neue Fabrik in Ohio fügt sich in diese Reihe ein.
Was das für Unternehmen heißt
Die Entscheidung lässt zwei Lesarten zu. Erste Lesart: Bayer folgt dem Markt. Der US-Pharmamarkt ist der größte der Welt, und wer dort einen großen Umsatzanteil macht, braucht Produktionskapazität vor Ort. Die Investition senkt Transportkosten, verkürzt Lieferketten und bringt das Unternehmen näher an Zulassungsbehörden und Kunden.
Zweite Lesart: Bayer setzt einen strategischen Schwerpunkt, der über die reine Marktgröße hinausgeht. Die Verdoppelung des US-Geschäfts bis Ende des Jahrzehnts ist ein Ziel, das Kapital bindet. Kapital, das an anderen Standorten fehlt. Für Zulieferer, Dienstleister und Beschäftigte in Deutschland bedeutet das: Der Konzern investiert dort, wo der Umsatz am stärksten wächst. Welche Standorte Bayer dafür ausbaut oder zurückfährt, steht in den Berichten nicht.