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Dienstleister: +0,7 % im Monat, −0,9 % im Jahr
Der Dienstleistungssektor in Deutschland erwirtschaftete im Juli 2026 real 0,7 Prozent mehr Umsatz als im Juni 2026, aber 0,9 Prozent weniger als im Juli 2025, wie das Statistische Bundesamt am 6. Oktober 2026 mitteilte.
Von Stefan Riedmüller, Redaktion Firmenzone: Zahlen, Strategie, Standorte, Register

Der Dienstleistungssektor in Deutschland erwirtschaftete im Juli 2026 kalender- und saisonbereinigt real 0,7 Prozent mehr Umsatz als im Juni 2026, wie das Statistische Bundesamt am 6. Oktober 2026 mitteilte. Im Vergleich zum Juli 2025 sank der reale Umsatz dagegen um 0,9 Prozent. Nominal stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 2,9 Prozent. Die Zahlen gelten für den Dienstleistungsbereich ohne Finanz- und Versicherungsdienstleistungen.
Zwei Lesarten liegen auf dem Tisch: Die kurzfristige Entwicklung zeigt eine Erholung im Monatsvergleich. Die mittelfristige Entwicklung zeigt einen Rückgang im Jahresvergleich. Welche Lesart für ein Unternehmen gilt, hängt von der Branche ab.
Branchenunterschiede im Monatsvergleich
Das Grundstücks- und Wohnungswesen verzeichnete im Juli 2026 gegenüber dem Vormonat den größten realen Umsatzzuwachs mit einem Plus von 3,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen stiegen real um 2,1 Prozent. Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, darunter Vermietung von beweglichen Sachen und Vermittlung von Arbeitskräften, legten real um 0,8 Prozent zu.
Verkehr und Lagerei wuchsen im Juli 2026 gegenüber Juni 2026 real nur um 0,1 Prozent. Der Bereich Information und Kommunikation sank real um 0,9 Prozent. Die Zahlen sind kalender- und saisonbereinigt.
Was das für Unternehmen heißt
Wer im Grundstücks- und Wohnungswesen oder in freiberuflichen und technischen Dienstleistungen tätig ist, kann die Zahlen als Signal für eine kurzfristige Belebung lesen. Der Jahresvergleich zeigt jedoch, dass die Umsätze real unter dem Vorjahresniveau liegen.
Die Differenz zwischen nominalem Wachstum von 2,9 Prozent und realem Rückgang von 0,9 Prozent im Jahresvergleich zeigt, dass Preiseffekte die Umsatzentwicklung überlagern. Für Planungen im vierten Quartal 2026 bedeutet das: Die Zahlen liefern Orientierung für die Branchenposition, aber keine Prognose für die kommenden Monate.
Wer die eigene Entwicklung einordnen will, vergleicht die Umsatzzahlen mit den branchenspezifischen Werten des Statistischen Bundesamts. Ein Unternehmen, das im Juli 2026 im Bereich freiberufliche Dienstleistungen real mehr als 2,1 Prozent gewachsen ist, liegt über dem Branchendurchschnitt. Ein Haus im Bereich Information und Kommunikation, das weniger als 0,9 Prozent verloren hat, steht besser da als der Durchschnitt.